Vor kurzem bin ich auf eine interessante englischsprachige Seite zur Meditation gestossen: http://whatmeditationreallyis.com/index.php/lang-en/home. Von Anleitungen über aktuelle Berichte gibt es eine Vielzahl von hintergründigen Informationen zur Meditation. Das Blog ist wirklich sehr zu empfehlen.
Archiv des Autors: felixschaefer
Achtsames Lesen
Gerade habe ich einen Kommentar im aktuellen Handelsblatt gelesen. Inmitten von Artikeln über die Wirtschaftskrise und die politischen Schwierigkeiten fand ich den Meiungskommentar von Tanja Kees mit dem Titel “Lesen gefährdet die Dummheit”. Diesen Werbespruch einer Düsseldorfer Buchhandlung nimmt die Kommentatorin zum Anlaß über die Bedeutung des Lesens zu schreiben. Tatsächlich lesen die Deutschen, wie viele andere westliche Nationen nicht mehr richtig. Die Flut an Informationen und Lesematerial insbesondere im Beruf hat tatsächlich dazu geführt, daß wir immer weniger richtig lesen. Meistens überfliegen wir die Texte mittlerweile und lesen nicht mehr zu Ende. Auch bei Zeitungen und Zeitschriften ertappen wir uns immer häufiger dabei, nur die Bilder und Grafiken zu sehen und den Artikel nur in einigen Teilen zu erfassen. Dieses “schlechte” Lesen ist nicht nur deswegen suboptimal, weil wir dadurch gar nicht mehr alle Informationen erfassen. Es gibt noch einen anderen viel wichtigeren Punkt: wir verlernen, das Lesen zu genießen und damit Momente der Achtsamkeit, Momente im Hier und Jetzt zu erleben. Dies sollte man versuchen zu ändern, indem man sich wirklich wieder Zeit nimmt zum Lesen. Wenn es es jetzt früher dunkel wird, sollte man genau das wieder mehr “üben”, anstatt mit dem Fernsehen wieder auf die Reizüberflutungsautobahn zu gehen.
Wann meditiert man am Besten am Tag?
Das ist eine Frage, die viele Meditationsinteressierte stellen und die auch mich immer noch beschäftigt. Für den absoluten Anfänger gilt meines Erachtens: einfach anfangen, egal wann. Denn wenn man sich auch noch länger überlegt, wann die Meditation noch in den meist voll gepackten Tagesablauf passen könnte, passiert meistens nicht viel und man schiebt die vielleicht bereits als sinnvolll erkannte Meditation vor sich her. Am Anfang reichen ja auch wenige Minuten, um sich zumindest einmal mit dem Sitzen und der Situation an sich anzufreunden. Später macht es sicherlich Sinn einen festen Zeitpunkt am Tag für die Meditation festzulegen. Dabei bietet sich möglicherweise die Phase unmittelbar nach dem Aufstehen an, oder der Abend. Ich selbst habe es mittlerweile geschafft, meine tägliche Meditationseinheit von im Moment etwa 20 Minuten auf den Abend nach meinem Sportprogramm zu legen. Dies ist – wenn man sich nicht total auspowert oder noch völlig aufgedreht ist vom Sport – meines Erachtens eine ganz gute Kombination, weil man sich für den Sport ohnehin schnon einmal Zeit genommen hat und wenn man dann noch die 20 Minuten für die Meditation drahängt, ist es ein komplettes “Fitness- und Wellness Paket”. Ich kann es nur empfehlen: schaufeln Sie sich diese eine Stunde pro Tag frei um Ihren Körper und Geist zu kräftigen.
Tägliche Meditation über 15 Minuten
Seit ein paar Tagen bin ich dabei und habe eine neue Tradition gebildet. Nach einem abendlichen Sportprogramm habe ich mir jetzt einen neuen Slot reserviert für meine Meditation. Derzeit bin ich bei etwa 15 Minuten Meditationspraxis angelangt. Ich merke deutlich, daß der Gedankenstrom nach etwa 2/3 der Zeit deutlich ruhiger wird. Dies ist auch der Zeitpunkt, wo ich meinen Körper erheblich weniger spüre. Gestern hatte ich das Phänomen, daß ich meine aufeinanderliegenden Hände überhaupt nicht mehr spüren konnte. Ein interessantes Gefühl. Insgesamt merke ich, daß es mir sehr gut, auf diese Art und Weise zur Ruhe zu kommen. Ich hoffe diese Tradition trozt der vielen Ablenkungen aufrecht erhalten zu können.
Yoga für Männer
Yoga ist in der westlichen Welt eine Aktivität für Frauen. Wieso eigentlich? Die Yogis in Indien sind doch alles Männer. Ich habe mich mittlerweile schon damit abgefunden in Yoga-Klassen in Deutschland immer der Quoten-Mann oder zumindest einer von wenigen Männern zu sein. Zwar nimmt die Anzahl der praktizierenden Männer stetig zu; dies geschieht jedoch offenbar nur sehr langsam und irgendwie nicht dort, wo ich Yoga betreibe. Ich finde es immer wieder schade, wie oft Yoga von westlichen Männern belächelt wird. Denn Yoga ist definitiv für beide Geschlechter eine mehr als sinnvolle Beschäftigung. Beide profitieren von den körperlichen und psychischen Vorteilen, die Yoga mit sich bringt. Diejenigen Männer, die davon ausgehen, daß Yoga nicht anstrengend genug ist, sollten mal eine Ashtanga-Yoga Klasse besuchen und sich danach nochmal äußern… Vielleicht erschließt sich Yoga auch nicht für jeden und in der Tat ist auch die Werbung für Yoga, von Bekleidung über Hilfsmittel sehr auf Frauen ausgerichtet. Hier gibt es also noch viel zu tun zur Emanzipation. Also Männer, probiert Yoga und stärkt die Szene!
“Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.”
Ein sehr nettes Zitat aus einem Newsletter, den ich regelmäßig von den Betreibern von www.zenkreis.de erhalte.watch?v=n2STmmza1Oc&feature=fvst Leider muß ich sagen, daß ich – und damit bin ich vermutlich nicht allein – verdammt oft am Gras ziehe ohne daß ich etwas bewirke. Wenn man sich seinen Alltag einmal so anschaut, versucht unser Geist ständig etwas zu verbessern oder zu verändern. Bei vielen Dingen ist dies ja auch sinnvoll. Außerdem wäre Evolution ohne diese menschliche Eigenschaft auch nicht denkbar. Beharrlichkeit und Dranbleiben sind im Grunde gute Eigenschaften, allerdings nur dann, wenn in den meisten Fällen auch etwas Produktives dabei rauskommt. Dreht man aber bestimmte Situationen immer wieder in seinem Kopf und vertieft sich ins Grübeln, ohne zu handeln, so zerrt man regelrecht am erwähnten Gras und dennoch geschieht nichts. Man sollte daher vielleicht öfters mal beobachten, was man so denkt und ob es sich nicht um Denkrituale handelt, bei denen wir uns verkrampfen und festbeißen. Wenn dem so ist, gilt es Methoden zu entwickeln, Abstand zu diesen Gedanken zu gewinnen. Ein probates Mittel hierzu sind Achtsamkeitsübungen. Übt man sich in Achtsamkeit so gelingt es immer häufiger, nicht mehr “am Gras zu ziehen” und unnötige und unproduktive Gedankengebilde in sich zusammenfallen zu lassen.
Meditation
Schon seit langer Zeit versuche ich eine Meditationspraxis in meinen Alltag aufzunehmen. Ich habe mittlerweile etliche Bücher über die Mediation und Meditationstechniken gelesen, bin daher sozusagen ein theoretischer Experte geworden. Das Einzige was mir fehlt, ist Praxis – und das ist wohl das alles Entscheidende. Für eine tägliche Meditation spricht bei mir vieles: ich bin in meinem Beruf und auch im Alltag einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt, tausende To-Dos und immer das Gefühl, nie etwas wirklich fertig zu stellen. Weiterlesen
Buchprojekt Yoga und Buddhismus
Neben dem neuen Blog, das ich jetzt regelmäßig mit Inhalten rund um Yoga, Meditation, Pranayama, Achtsamkeit und viele andere Themen füllen werde, habe ich vor kurzem mit meinem ersten Buchprojekt begonnen. Im Buch wird es um den modernen Einsatz der Lehren des Yoga und des Buddhismus im westlichen Kontext gehen. Es wird ein Praxis-Buch sein, mit vielen Tipps für den Alltag. Im Blog werde ich regelmäßig über die Entwicklung des Buches berichten und hoffentlich bald in die Veröffentlichung gehen können. Ihr werdet jedenfalls die Ersten sein, die von dem Erscheinen des Buchs erfahren werden. Wenn Ihr Eurerseits Themenvorschläge habt, Fragen oder Probleme über die aus Eurer Sicht einmal etwas geschrieben werden sollte, dann freue ich mich natürlich sehr über Eure Anregungen.
Willkommen im neuen Yoga-Yogi-Blog
Fast ein Jahr gab es nicht viel Neues im Yoga-Yogi-Blog. Doch das wird sich in den nächsten Tagen ändern. Ich ziehe um auf WordPress und werde ein echter Blogger. Die alte Oberfläche war doch etwas zu unflexibel und ermöglichte keine Interaktion. In Zukunft wird es an dieser Stelle häufiger neue und interessante Themen rund um Yoga geben. Dabei wird der Themenkreis aber auch Bereiche wie Meditation, Achtsamkeit, Buddhismus, Ernährung, Entspannung und Lebensführung erfassen. Ich freue mich auf viele Besucher!
Yoga auf der AIDA Bella
Yoga während des Alltags zu integrieren ist nicht so leicht. Im Moment schaffe ich es lediglich einmal in der Woche in eine Yoga-Klasse zu gehen. Die morgendliche Yoga-Praxis ist irgendwie dem winterlichen Wetter und der morgendlichen Müdigkeit zum Opfer gefallen. Da ich weiß, wie gut Yoga mir tut, will ich aber meine morgendliche Praxis wiedererwecken. Wovon ich eigentlich erzählen wollte, war von meiner Yoga-Erfahrung auf der AIDA-Bella. Wir haben nämlich vor zwei Wochen eine Kreuzfahrt zu den Kanaren unternommen, beginnend von Palma de Mallorca, über Cadiz, Madeira, La Palma, Gran Canaria und Tanger und nach Palma de Mallorca zurück. Insgesamt wirklich ein tolles Erlebnis. Neben den Ausflügen habe ich es vor allem genossen, einfach auf den Ozean zu schauen und mich dadurch in einen meditativen Zustand zu versetzen. Am 2. Seetag von Cadiz nach Madeira haben wir uns dann zu einer Yoga-Klasse entschlossen, da dort ein “Yogi aus Indien” unterrichten wolle. Leider war dies auch der Tag des größten Seegangs. Die atlantische Dünung kam von der Seite und bewegte das Schiff über drei Meter hohe Wellen. Man mußte sich schon immer wieder am Schiff festhalten, insbesondere im Treppenhaus. Natürlich schwankte auch der Yogaraum und einige Asanas bekamen einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad, um das Gleichgewicht zu halten. Der Workshop “Yoga für Jedermann” dauerte 60 Minuten und war mit EUR 35,00 pro Person nicht gerade preiswert. Leider war auch der Workshop nicht so lohnend, wie gedacht. Für Anfänger war er jedenfalls nicht geeignet. Für den Yoga-Kenner gab es einige nette fortgeschrittene Asanas aus dem Hatha-Yoga. Allerdings empfand ich die häufig eingebauten Rückbeugen für einen nichtaufgewärmten Körper und aufgrund des Seegangs für eher nicht passend. Gleiches galt für die eingestreuten Pranayama Übungen, die meines Erachtens Anfängern, zu denen die meisten im Raum zählten, nicht ohne Grundlagen vermittelt werden sollten. Der Lehrer hatte offenbar auch nicht so rechten Spaß mit der Gruppe. Offenbar hatte er “Profis” erwartet. Der weitere Workshop “Yoga und Meditation” fand dann auch gar nicht erst statt, weil der Lehrer darauf hingewiesen hatte, daß der Meditationskurs nichts für Anfänger sei. Daraufhin gab es zu wenig Anmeldungen. Fazit: für den Anfänger war dieses Format ungeeignet und auch für den Fortgeschrittenen war es irgendwie zu chaotisch zusammengewürfelt. Sollte jemand von Euch daher auf der AIDA Urlaub und Yoga machen wollen, sollte man sich genau nach dem Kursinhalt erkundigen und gegebenenfalls vorher mit dem Lehrer sprechen. Ansonsten war diese Kreuzfahrt eine tolle Reise und hat mich sehr erholt.