Ashtanga oder Vinyasa Yoga

| 2. Juli 2013 | 0 Comments

Da bin ich mal wieder, nach langer Zeit. Mich hatten schon E-Mails erreicht, ob es das Yoga-Yogi-Blog noch gibt und ich hatte selbst etwas Zweifel daran. Aber wie man sieht: das Blog lebt noch :-). Mein heutiges Thema: Ashtanga oder Vinyasa Yoga. Worin liegen die Vor- und Nachteile? Natürlich wird dies eine sehr subjektive Betrachtung aber vielleicht interessiert es den einen oder anderen Leser.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich seit mehreren Jahren Ashtanga Yoga mache und mich dabei auch sehr wohl gefühlt habe. Aufgrund der Aufnahme eines neuen Jobs vor mehr als einem Jahr konnte ich jedoch mein bisheriges Ashtanga-Yoga-Studio nicht mehr so oft aufsuchen und entschloss mich, in einem Vinyasa-Yoga-Studio weiterzumachen. Ich hatte mit Vinyasa oder auch Flow Yoga schon so meine Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht und fand es als Bereicherung neben der Ashtanga Praxis ganz angenehm.

Was mich am Vinyasa fasziniert, waren die vielen neuen Asanas und Abläufe, die auch von Lehrer zur Lehrer unterschiedlich vermittelt und ausgeführt wurden. Auch die jeweils verschiedenen Ansätze die jeweilige Session zu gestalten waren zunächst einmal sehr spannend. Anders als in der gewohnten Abfolge der ersten Serie des Ashtanga-Yoga musste ich mich vor allem viel mehr konzentrieren, um in den Asanas und der jeweiligen Abfolge von Asanas “mitzuhalten”. Durch die Konzentration auf die Bewegungsabläufe wurde man zwangsläufig aus seinen Alltagsgedanken herausgerissen und in die Dynamik der Gruppe gezogen. Die häufig im Studio laufende Hintergrundmusik tat ihr Übriges. Somit hatte ich viele sehr intensive Stunden, die mir – wiederum abhängig von der Lehrerin/Lehrer – auch gut gefielen.

Was ich jedoch bei meinen Vinyasa-Yoga Stunden vermisst habe, war die tiefe meditationsähnliche Versenkung während der Yoga-Praxis, die sich durch die gewohnte und immer gleiche Abfolge einstellte. Das Zählen der Atemzüge und die gleichmäßige Ausfürung der jeweiligen Asanas vermittelten mir jedenfalls eine Struktur, in der mein Geist nicht nur aus den alltäglichen Gedanken und Sorgen herausgeführt, sondern auch immer ruhiger und leerer wurde. Dieses Gefühl ist im Übrigen auch erst im zweiten oder dritten Jahr meiner Ashtanga-Praxis entstanden. Zuvor hatte ich auch viel zu viel damit zu tun, die Bewegungsabläufe einigermaßen stimmig auszuführen. Als diese Hürde jedoch überwunden war, entstand die “Meditation in Bewegung”, die mir leider bisher bei den Vinyasa-Yoga Sessions nicht begegnet ist.

Ich werde dem Vinyasa-Yoga sicherlich noch einige Chancen geben, aber ich sehne mich durchaus nach der regelmäßigen Ashtanga-Praxis zurück.  Wie geht es Euch mit Euren Yoga-Stilen? Habt Ihr schon einmal gewechselt? Würde mich über Eure Kommentare freuen.

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Category: Yoga

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